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Privatjet kaufen oder mieten?

· PrivateJetDE Redaktion

Heavy private jet on airport tarmac

Wer regelmäßig privat fliegt, stellt sich früher oder später die Frage: lohnt sich der Kauf eines eigenen Flugzeugs, oder bleibt Chartern die bessere Wahl? Die Antwort hängt fast ausschließlich von der jährlichen Nutzung ab. Dieser Guide zeigt die tatsächlichen Kosten des Besitzes und ab wann sich ein Kauf gegenüber dem Privatjet chartern überhaupt rechnet.

Kaufpreis nach Kategorie

Kategorie Kaufpreis (Neupreis, ca.)
Very Light Jet ca. 3–4 Mio. €
Light Jet ca. 5–9 Mio. €
Midsize Jet ca. 10–16 Mio. €
Super Midsize Jet ca. 18–25 Mio. €
Heavy Jet ca. 30–45 Mio. €
Ultra Long Range ca. 50–75 Mio. €

Gebrauchtflugzeuge sind je nach Baujahr und Zustand deutlich günstiger, verursachen aber oft höhere Wartungskosten.

Laufende Fixkosten

Der Kaufpreis ist erst der Anfang. Unabhängig davon, ob geflogen wird, fallen jährlich weitere Kosten an:

  • Crew: Gehälter für Piloten (und bei größeren Jets Kabinenpersonal) plus regelmäßiges Training und Zertifizierung.
  • Hangar und Standplatz: Unterstellung, Versicherung gegen Witterung und Diebstahl.
  • Wartung: Planmäßige Inspektionen, Ersatzteile und Software-Updates der Avionik.
  • Versicherung: Haftpflicht- und Kaskoversicherung, abhängig von Flugzeugwert und Einsatzgebiet.
  • Wertverlust: Wie bei jedem Flugzeug sinkt der Wiederverkaufswert kontinuierlich.
Heavy Jet auf dem Vorfeld – hohe Fixkosten bei Eigenbesitz unabhängig von der Nutzung

Ab wann lohnt sich der Kauf?

Als grobe Faustregel gilt in der Branche: Erst ab etwa 300–400 Flugstunden pro Jahr beginnt der Eigenbesitz gegenüber dem Chartern wirtschaftlich interessant zu werden. Wer weniger fliegt, zahlt bei einem eigenen Flugzeug für Kapazität, die ungenutzt bleibt — Fixkosten laufen schließlich auch am Boden weiter.

Alternativen zum vollständigen Kauf

Zwischen Chartern und Vollbesitz gibt es Zwischenlösungen: Bei Fractional Ownership teilen sich mehrere Eigentümer ein Flugzeug samt Betriebskosten, bei Jet-Card-Programmen kauft man sich eine garantierte Anzahl Flugstunden im Voraus ein. Für die meisten Privat- und Geschäftsreisenden bleibt jedoch das klassische Chartern die flexibelste Lösung: keine Fixkosten, keine Wertverlust-Sorgen, volle Auswahl aus einem Netzwerk von über 10.000 Flugzeugen je nach Route und Anlass.

Häufige Fragen zum Privatjet-Kauf

Was kostet der günstigste Privatjet zum Kauf?

Ein neuer Very Light Jet ist ab etwa 3–4 Mio. € erhältlich, gebrauchte Modelle können deutlich günstiger sein.

Lohnt sich Fractional Ownership?

Fractional Ownership kann sich für Vielflieger mit 50–150 Flugstunden pro Jahr lohnen, die dennoch nicht die vollen Fixkosten eines Alleinbesitzes tragen möchten.

Wie viel kostet die jährliche Wartung eines Privatjets?

Je nach Flugzeuggröße und Alter liegen die jährlichen Fixkosten (Crew, Hangar, Wartung, Versicherung) oft zwischen mehreren Hunderttausend und über einer Million Euro — unabhängig von der tatsächlichen Nutzung.

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